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Dokument
Limburger Anzeiger, Gauturnausschuss zum Wetturnen auf dem Mensfelder Kopf (Mitte unter Freiendiez)
15. April 1914
- Schrift:
- Fraktur
- Sprache:
- Deutsch
- Bearbeitungsstand
- Geprüft
– Freiendiez, 14. April. Im Vereinslokale des hiesigen Turnvereins hatten sich am Montag die Gau-Turn- und Spiel-Ausschußmitglieder des Aargaues der deutschen Turnerschaft zur Besprechung und Erledigung verschiedener Gauangelegenheiten zusammengefunden. Zunächst wurde ein genauer Plan über die vom 17. auf den 24. Mai verlegte Gauturnfahrt festgelegt. Ein von Bezirksturnwart Stengler ausgearbeiteter Plan über ein mit der Turnfahrt zu verbindendes Geländespiel wurde angenommen. Um die Spiele innerhalb des Gaues mehr zu fördern, wurde der Gau in drei Spielbezirke (Aar-, Lahn- und Emsbezirk) eingeteilt, an deren Spitze je ein Bezirksspielwart steht. Die Oberleitung verbleibt dem Gau- bezw. Turnausschuß. Als Spieltage wurden festgesetzt der 19. Juli, 9. und 30. August, der letzte Tag gilt für die Ausscheidungsspiele. Die Endspiele im Gau werden nicht wie früher bestimmt in Mühlen, sondern in Verbindung mit dem Wetturnen auf dem Mensfelder Kopf ausgetragen. Weiter wurde alsdann beraten über das nach dem Beschluß des diesjährigen Gauturntages neu einzuführende volkstümliche Wetturnen auf dem Mensfelder Kopf. Nach der Absicht der Gauleitung und den bereits eingeleiteten und noch anzubringenden Verhandlungen verspricht diese Neueinrichtung für den Aargau ein großzügiges Werk zu werden. Für das laufende Jahr wird das erwähnte Wetturnen voraussichtlich am Sonntag, den 20. September stattfinden. Auch hierbei verbleibt die Oberleitung in den Händen der Gauleitung, dem die benötigten Ausschüsse beigegeben werden. Für die Geschäftsführung hat der Turnverein Mensfelden einen geeigneten Mann zu stellen. Die turnerische Leitung übernimmt als Oberturnwart der Gauturnwart Löber-Dauborn, dem als Obmänner die Turnausschußmitglieder Heymann-Flacht, Sartorius-Freiendiez und Reichel-Hahnstätten zur Seite stehen. Der Berechnungausschuß wurde zusammengesetzt wie folgt: Diefenbach-Eschhofen als Obmann, Pöß-Mühlen, Hartung-Niederneisen und Ohl-Flacht als Mitglieder. Als Wettkämpfe wurden für das laufende Jahr Dreikampf, Mannschaftskampf und Sonderwettkampf bestimmt. Als Uebungen gelten Weitsprung, Kugelstoßen und 100 Meter-Lauf für den Dreikampf, Freihochsprung ohne Brett für den Sonderwettkampf und Steinstoßen (je 5 Mann) als Mannschaftskampf. Als Mindestpunktzahl für den Dreikampf wurde 37 festgesetzt; im Sonderwettkampf gelten die drei Höchstleistenden als Sieger. Als Auszeichnung erhält jeder Sieger Diplom und Kranz.